Herne.Business bietet Corona-Hotline

Seit Monaten brechen Aufträge weg und die konkrete Lebens- und Erwerbslage wird zunehmend schwieriger: Im Gespräch mit Solo-Selbstständigen wird deutlich, dass häufig Verwirrung über Hilfsmaßnahmen herrscht und der Überblick fehlt. Herne.Busi­ness fasst das Wichtigste zusammen:

November- und Dezemberhilfen

Seit Mittwoch, dem 25. November 2020, können Solo-Selbst­ständige eine außerordentliche Wirtschaftshilfe („Novemberhilfe bzw. Dezemberhilfe“) beantragen. Von der November- bzw. Dezemberhilfen profitieren diejenigen, deren Kundenkreis direkt oder indirekt von der Anordnung, den Betrieb im November und Dezember zu schließen, betroffen sind. Es wird ein Zuschuss von bis zu 75 Prozent vom Vorjahresumsatz gewährt, anteilig für die Anzahl an Schließungstagen. Diese Hilfen können auch zur Deckung privater Lebenshaltungskosten verwendet werden. Soloselbständige können den Antrag bis zu einer Förderhöhe von 5.000 Euro selbst stellen, sofern sie noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben. Sie erhalten einen Abschlag in voller Höhe. Für den Direktantrag ist eine ELSTER-Zertifizierung erforderlich (Schritt-für-Schritt-Anleitung im ELSTER-Portal). Die Antragstellung für Dezember wird aktuell vorbereitet und wieder über die IT-Plattform der Überbrückungshilfe erfolgen.

Neustarthilfe

Ab Januar 2021 können Soloselbstständige eine einmalige Betriebskostenpauschale beantragen, genannt Neustarthilfe. Da Solo-Selbstständige meist nur geringe Fixkosten nach dem Kostenkatalog – wie Mieten oder Leasingkosten – nachweisen können und daher von der Überbrückungshilfe bisher wenig profitierten, können sie alternativ zum Einzelnachweis der Fixkosten künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale in Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes in Ansatz bringen – die „Neustarthilfe“. Damit soll der besonderen Situation von Soloselbständigen, insbesondere Künstlerinnen und Künstlern und Kulturschaffenden Rechnung getragen werden. Die Neustarthilfe beträgt einmalig bis zu 5.000 Euro und deckt den Zeitraum bis Juni 2021 ab. Die Neustarthilfe wird nur an diejenigen gezahlt, die im Vorjahr hauptberuflich selbstständig waren. Die Hilfe soll auch für den Lebensunterhalt verwendet werden können und wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet. Die Neustarthilfe wird ausdrücklich als Vorschuss gezahlt. Liegen die Umsätze zwischen Dezember 2020 und Juni 2021 nicht unter 50 % des Vergleichszeitraums, sind die Gelder bis Ende 2021 ganz oder teilweise zurückzuzahlen. Geschäftsführer Holger Stoye ermuntert die Herner Solo-Selbstständigen, sich zu informieren: „Wir beantworten Fragen und bieten Unterstützung an, z.B. über unsere Hotline oder unseren Corona-E-Mail-Service.“

Corona-Hotline:
02323. 925 113
Mo-Do: 8:00 Uhr – 16:00 Uhr
Fr: 8:00 Uhr – 13:00 Uhr

 

Corona-E-Mail-Service:
ed.enreh-gfw@ecivres-u

Susanne Stegemann, Bereichsleitung Innovation|Wachstum|Gründung|Fachkräfte;
Holger Stoye, Geschäftsführer Herne.Business